HOME

Woloschin, Maximilian Alexandrowitsch
Schriftsteller und Maler, am 28. Mai 1877 in Kiew geboren, starb am 11. August 1932 in Koktebel.

1893 zog er mit seiner Mutter nach Koktebel, der Vater war bereits früh (1881) gestorben. Woloschin studierte in Moskau Rechtswissenschaften, wurde aber aufgrund der Teilnahme an Studentenunruhen 1901 exmatrikuliert.

Er unternahm eine mehrjährige Wanderung durch Westeuropa und lebte längere Zeit in Paris. Dort beschäftigte er sich mit der Malerei und entwickelte seine Aquarell-Technik.

1910 erschien sein erster Gedichtband.
1916 mußte Woloschin nach Rußland zurückkehren, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen vom Militärdienst freigestellt und ließ sich in Koktebel nieder.

Woloschin legte viel Wert auf kulturellen Austausch. In seinem Haus, das in der Zeit von 1903 bis 1913 nach eigenen Entwürfen errichtet wurde, waren von 22 Zimmern allein 15 für Gäste vorgesehen. Hier verweilten viele Künstler und Intellektuelle, zeitweise wurde Koktebel so etwas wie ein kulturelles Zentrum der Krim, eine "künstlerische Kolonie für Dichter, Wissenschaftler und Maler", wie Woloschin selbst seine Vorstellung beschrieb.

Woloschin war sehr von der rauhen Landschaft der südöstlichen Krim angetan, sie wurde das Hauptmotiv seiner Malerei. Sein Wohnhaus in Koktebel ist heute eine Abteilung der Gemäldegalerie in Feodossija und beherbergt eine größere Anzahl seiner Werke.


FENSTER SCHLIESSEN

© Gaasterland-Verlag 2003-2012