Djulber


Einige Kilometer westlich von Liwadija, in Koreis, liegt dieser im orientalischen Stil erbaute Palast. Ähnlich einer Karawanserei wirkt die Anlage nach außen eher wie eine Festung, die ganze Pracht eröffnet sich erst im Innenbereich. In der Übersetzung aus dem Tatarischen bedeutet djulber "zauberhaft".

Großfürst Pjotr Nikolajewitsch beauftragte den Jaltaer Architekten Krasnow, unter dessen Leitung der Palast von 1895-97 entstand. Krasnow war auch für den Neubau des Liwadija-Palastes 1909-11 verantwortlich. Heute befindet sich im Djulber ein Sanatorium.

Als im Frühjahr 1918 auf der Krim die ersten Unruhen ausbrachen wurden alle Mitglieder der Zarenfamilie, die sich noch auf der Krim aufhielten, im Djulber untergebracht, wo sie unter Hausarrest standen. Ungefähr ein Jahr verbrachte die sogenannte "Krimer Gruppe" der Romanow-Familie dort. Im April 1919, als der Vormarsch der Roten Armee bevorstand, wurden sie von britischen Marineeinheiten evakuiert.


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