Gursuf

Gursuf - Tschechow-Bucht

Gursuf liegt 16 km östlich von Jalta. Es ist einer der ältesten kontinuierlich besiedelten Punkte der Krim, archäologische Funde reichen bis in die Bronzezeit zurück. Bereits unter byzantinischer Herrschaft wurde der Ort befestigt. Ihnen folgten die Genueser, Ende des 15. Jh. eroberten die Türken Gursuf.

Im Mittelalter eine wohlhabende Handelsstadt hatte sich Gursuf zu diesem Zeitpunkt bereits zu einer unbedeutenden Siedlung zurückentwickelt. Erst im 19. Jh begann ein wirtschaftlicher Aufschwung.

Herzog de Richelieu, 1805-1814 Generalgouverneur von Neurussland, ließ sich an der Mündung des Flüßchens Awunda ein Anwesen mit einem Park errichten. 1820 verbrachte Alexander Puschkin hier drei Wochen, die er später "die glücklichsten Minuten meines Lebens" nannte. Puschkin war offiziell zum Militärdienst auf die Krim entsandt worden, dahinter verbarg sich aber eine Strafversetzung. Heute befindet sich im ehemaligen Wohnhaus ein Puschkin-Museum.

In den 80er Jahren des 19. Jh. erwarb der wohlhabende Kaufmann Gubonin das Anwesen und baute in dem Park sieben Hotels und ein Restaurant. Durch diese Initiative entwickelte sich Gursuf zu einem vornehmlich von Adeligen besuchten Kurort.

Gubonin ließ in dem Park mehrere Brunnen errichten, der bekannteste ist die "Göttin der Nacht".


Sehenswert ist der historische, orientalisch anmutende Ortskern mit engen Gassen und alten Häusern im Stil der Krimtataren.

Auch Tschechow gefiel es in Gursuf so sehr, daß er sich 1900 direkt am Meer ein kleines Haus kaufte, in dem er ungestört schreiben konnte. Das Haus ist eine Filiale des Anton-Tschechow-Museum in Jalta und wurde 1994/5 vollständig restauriert.


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