Jewpatorija
Jewpatorija ist mit etwa 120.000 Einwohnern das Zentrum der Westkrim und seit dem ausgehenden 19. Jh. Kurort. Trockenes Steppenklima mit überdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung und Meeresluft bilden ideale Voraussetzung für ein gutes Heilklima. In der Nähe liefert ein großer Salzsee Schlamm für therapeutische Zwecke.

Im 5. Jh. v. Chr. gründeten Griechen hier die Handelsniederlassung Kerkinitida. Im 4. Jh. n. Chr. wurde der Ort zerstört und verödete. Erst zur Zeit der Osmanischen Herrschaft wurde hier am Ende des 15. Jh. die Festung Geslev errichtet. Aus dieser Zeit sind die Moschee Dshuma-Dshami und ein türkisches Bad (ul. Krasnoarmejskaja 20) erhalten geblieben.

Nach der Eroberung der Krim durch Rußland veranlaßte Katharina II. die Umbenennung in Jewpatorija. Seit etwa 1837 ist Jewpatorija der kulturelle Mittelpunkt der dem jüdischen Glauben verwandten Religionsgemeinschaft der Karaimer. In der ul. Karaimskaja 68 (bis vor wenigen Jahren noch ul. Matwejewa) befindet sich das karaimische Zentrum mit einer Kenasse (Gebetshaus), einem Museum und einem karaimischen Restaurant.

Jewpatorija ist eine grüne Stadt, die vielen Parkanlagen bieten einen wohltuenden Kontrast zur umliegenden Steppenlandschaft. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Nikolaj-Kirche von 1898 und das Heimatkundemuseum (ul. Kirova 2/11).


FENSTER SCHLIESSEN

© Gaasterland-Verlag 2003-2012