Mangup-Kale
Mangup-Kale ist die flächenmäßig größte der Höhlenstädte im nordwestlichen Bergland (siehe: >Eski-Kermen, >Tschufut-Kale) und liegt auf dem Plateau des Berges Mangup (628 m). Ihre Gründung ist vermutlich auch im 6. Jh. n. Chr. erfolgt, als Kaiser Justinian zum Schutz des Fürstentums Doros oder Dorij, welches sich im Süden der Krim gebildet und stark an Byzanz orientiert hatte, den Bau einer Kette von Befestigungen befahl.

Seine große Blütezeit hatte Mangup-Kale im 11. - 15. Jh. als Haupstadt des Fürstentums Feodoro. Es ist auch eine der wenigen Städte, die nicht von den Tataren der Goldenen Horde verwüstet wurden. Nach der Eroberung der Krim durch die Türken war die Stadt direkt dem Osmanischen Reich und nicht dem Chanat der Krimtataren unterstellt. Mangup-Kale ist ein Beispiel für die religiöse Toleranz der osmanischen Herrschaft, dort lebten die Religionsgemeinschaften der Muslime, Christen und Karaimen nebeneinander.

Ab dem 18. Jh. wanderten die Einwohner allmählich ab, die Stadt verödete. Heute gehört sie zu den am besten erhaltenen Höhlenstädten. Mittlerweile werden organisierte Ausflüge nach Mangup-Kale angeboten. Vom höchsten Punkt des Mangup bietet sich ein phantastischer Ausblick über den gesamten Südwesten der Krim, bis zum den Gipfel des Tschatyr-Dag und des Roman-Kosch, sowie über die Bucht von Balaklawa bis nach Sewastopol.


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