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Der deutsche Soldatenfriedhof bei Gontscharnoje

In der Eichenwaldschonung am Hügel gegenüber der Siedlung Gontscharnoje liegt der zentrale Friedhof für deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges. Von den Sowjets waren nach Kriegsende alle Friedhöfe deutscher Soldaten eingeebnet worden. Erst mit dem Ende der Sowjetunion wurde es möglich, über eine würdige letzte Ruhestätte des ehemaligen Feindes überhaupt nachzudenken.

Der Historiker und Schriftsteller Wassilij Rybka gründete 1989 in Jalta den Fond Jug (Fond „Süd“), der sich mit dem Schicksal auf der Krim vermisster und gefallener deutscher Soldaten (ca. 150.000) beschäftigt.


In den ersten Jahren wurden die Friedhöfe und Gräber anhand von Karten und Befragungen der Anwohner aufgespürt und registriert, in Archiven nach den Namen der Vermissten gesucht und Karteien angelegt. Nachdem der Fond Anfang der 90er Jahre offiziell staatlich anerkannt wurde, ging man daran, die Gräber zu öffnen und die Toten anhand der Erkennungsmarken zu registrieren. Diese Arbeit erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Russische Kriegsopfer, die man dabei findet, werden auf russischen Friedhöfen mit priesterlicher Weihe beerdigt.

Für die deutschen Gefallenen auf der Krim und der Südukraine stellte die Stadtverwaltung von Sewastopol bei Gontscharnoje ein etwa 5 Hektar großes Gelände zu Verfügung. Hier werden seit 2001 die sterblichen Überreste deutscher Gefallener in kleinen Särgen beigesetzt. Der Friedhof wurde Mitte September 2001 in Anwesenheit hoher deutscher und ukrainischer Regierungsvertreter offiziell eingeweiht. Ursprünglich geplant war die Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Leonid Kutschma. Beide hatten kurzfristig wegen der Terroranschläge in New York absagen müssen.

Inzwischen haben hier etwa 6000 deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Namen der Toten, die bis zum Zeitpunkt der Friedhofseröffnung identifiziert werden konnten, sind alphabetisch geordnet in Marmortafeln eingraviert. In einem Gebäude am Eingang zum Friedhof liegt ein Buch aus, in dem die Namen aller hier identifizierten Begrabenen festgehalten werden. Der Friedhof hat Platz für 40.000 Tote. In den kommenden Jahren sollen alle deutschen Gefallenen auf der Krim und der Südukraine hierher umgebettet werden.
Finanziert wird das Projekt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Werner-Hilpert-Str. 2
34117 Kassel
Tel. 0561-7009-0
Fax 0561-7009-222

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